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Sylvia Makungu: Von den Korogocho Slums zu Wacker Innsbruck

Sylvia Makungu, Stürmerin des FC Wacker Innsbruck in der österreichischen Frauenfußball-Bundesliga, macht sich nicht nur auf dem Spielfeld einen Namen, sondern auch abseits davon mit ihrem Engagement für die Verbesserung der Lebensbedingungen in ihrem Heimatort, dem Slum Korogocho in Nairobi. Von ihrer schwierigen Kindheit bis zu ihrem Aufstieg in die internationale Fußballwelt ist Makungus Lebensweg ein Zeugnis für Widerstandskraft, Hingabe und die Kraft des Sports. Neben ihren sportlichen Erfolgen nutzt sie ihre Plattform, um positive Veränderungen in ihrer Gemeinde voranzutreiben und verkörpert damit die Rolle einer Aktivistin und Sportlerin. Während sie beim FC Wacker Innsbruck und in der kenianischen Nationalmannschaft weiterhin Höchstleistungen erbringt, ist Makungus Geschichte ein inspirierendes Beispiel dafür, wie Leidenschaft und Entschlossenheit ein mächtiges Vermächtnis schaffen können. In unserem Interview mit Sylvia Makungu spricht sie über ihren bemerkenswerten Werdegang, ihre Ambitionen und ihre Mission, ihre Gemeinschaft durch Fußball zu verbessern.

Einführung zu Sylvia Makungu: Ein aufstrebender Star des Frauenfußballs

– Bitte stell dich, dein aktuelles Team und deine Position kurz vor.

– Hallo, mein Name ist Sylvia Makungu. Seit 2013, als ich 10 Jahre alt war, spiele ich für die Acakoro Football Academy. Auf dem Spielfeld spiele ich hauptsächlich im offensiven Mittelfeld, wo ich sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite spielen kann. 

– Gib uns einen kurzen Überblick über deinen bisherigen Werdegang, wie und wann du mit dem Fußballspielen begonnen hast.

– Ich habe 2013 mit dem Fußballspielen bei Acakoro angefangen, einem Verein in einer schwierigen Gegend, in den Slums. Es war nicht einfach, aber ich habe immer versucht, hart zu arbeiten und mich weiterzuentwickeln.

Förderung zukünftiger Fußballerinnen: Die Rolle der Acakoro Academy für Sylvias Entwicklung

– Wie hast du die Acakoro Academy in Kenia erlebt und wie hat sie dir bei deiner Entwicklung geholfen?

– Meine Zeit an der Acakoro Academy in Kenia war unglaublich bereichernd und hat mir die Motivation gegeben, schon in jungen Jahren Fußball zu spielen. Die Akademie hat mich in meiner Ausbildung unterstützt und meine fußballerischen Fähigkeiten weiterentwickelt.

Übergang zum Profifußball in Österreich beim FC Wacker Innsbruck

– Wie kam es zu der Möglichkeit, nach Österreich zu gehen und für den FC Wacker Innsbruck zu spielen?

– Die Möglichkeit, nach Österreich zu gehen und für Innsbruck zu spielen, hat sich durch meine harte Arbeit, Disziplin und unerschütterliche Entschlossenheit ergeben. Es war eine Überraschung, denn ich war mir nicht sicher, ob ich jemals für eine der großen Mannschaften in Europa spielen würde. Deswegen habe ich mich sehr über die Chance gefreut, mein Talent im Ausland unter Beweis stellen zu können.

– Was sind die großen Unterschiede zwischen dem Leben in Kenia und in Innsbruck und was sind die fußballerischen Unterschiede?

– Es gibt große Unterschiede zwischen dem Leben in Kenia und in Innsbruck, sowie im Fußball. In Kenia ist es für die Spieler schwieriger, auf sich aufmerksam zu machen, weil wir nicht viele gute Plätze haben und es immer sehr voll ist. In Innsbruck ist es einfacher, es gibt viele Plätze zum Spielen und es ist nicht so voll.

Der Kampf um Gleichberechtigung und Unterstützung im Frauenfußball

– Welche Herausforderungen siehst du heute im Frauenfußball?

– Eine der größten Herausforderungen im Frauenfußball ist meiner Meinung nach die mangelnde Unterstützung für Sportlerinnen, einschließlich des Mangels an Trainingstrikots, Stipendien und angemessener Aufmerksamkeit im Vergleich zu männlichen Spielern. Das macht es schwer, motiviert zu bleiben.

– Wie kann sich der Frauenfußball deiner Meinung nach verbessern oder entwickeln?

– Das Wachstum des Frauenfußballs könnte durch mehr Unterstützung deutlich gesteigert werden. Wenn man sieht, wie hart die Frauen arbeiten um ihre Ligen oder die Champions League gewinnen, zeigt das, dass wir viel zu bieten haben. Stipendien und mehr Unterstützung könnten mehr Mädchen dazu inspirieren, Fußball zu spielen. Wir brauchen nur mehr Unterstützung und Ermutigung.

Internationale Erfolge und Ziele für die Zukunft

– 2020 kam es zu deinem Debüt in der A-Nationalmannschaft gegeben und du bist seitdem Stammspielerin deines Landes.

– Am Anfang hatte ich Angst zu spielen, weil ich noch so jung war. Aber dann habe ich gesehen, dass ich gut spiele und wurde sogar in die kenianische Nationalmannschaft berufen. Als ich mein Potenzial erkannte und in die Nationalmannschaft berufen wurde, hat mich das motiviert, höhere Ziele zu verfolgen und härter zu arbeiten, um mein Land mit Stolz zu vertreten. Es ist eine gute Erfahrung, die mich jeden Tag hart arbeiten lässt, um weitere Berufungen für mein Land zu erhalten.

– Welche Träume hast du für deine Fußballkarriere?

– Mein Plan für meine zukünftige Fußballkarriere ist es, für die Frauenmannschaft von Manchester City zu spielen und anderen Frauen zu helfen, ihre Träume zu verwirklichen.

Die nächste Generation von Frauen im Fußball fördern

– Welchen Rat würden Sie anderen Frauen geben, die eine Fußballkarriere anstreben?

– Mein Rat an andere Frauen ist, den Fußball nicht aufzugeben. Hartes Training und eine kluge Einstellung können das Leben verändern. Fußball ist eine großartige Möglichkeit, etwas im eigenen Leben und im Leben anderer Menschen zu bewirken.

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